Knorr-von-Rosenroth

Mehr zu CKvR gibts auch bei der Knorr-von-Rosenrothgesellschaft e.V.

Herzlich willkommen
auf der Internetseite der
Knorr-von-Rosenroth-Festspiele

Die nächsten Festspiele finden vom 16. Juli 2010 bis 26. Juli 2010 in Sulzbach-Rosenberg statt.

Das neue Stück heißt "Theseus unter seinen Liebhaberinnen".

Aufführungstermine sind:
Freitag, 16. Juli 2010
Samstag, 17. Juli 2010
Sonntag, 18. Juli 2010
Donnerstag, 22. Juli 2010
Freitag, 23. Juli 2010
Samstag, 24. Juli 2010
Sonntag, 25. Juli 2010
Ersatztermin:
Montag, 26.Juli 2010.


So war es 2007:

Festspielinformationen 2007
Inhaltsbeschreibung 2007
Programmheft 2007
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GeismannGrußwort des 1. Bürgermeisters Gerd Geismann
anlässlich der
Knorr-von-Rosenroth-Festspiele 2007

Die Stadt Sulzbach-Rosenberg reiht sich ein in den vom Niveau her anspruchsvollen Kreis der bayerischen Festspielstädte. Zudem greifen wir damit "das" immerwährende Top-Thema auf, nämlich die Friedenssehnsucht der Menschheit. Toleranz und Frieden sind aktueller denn je. Nichts ist aufgesetzt oder aufgepfropft, sondern kommt "aus uns heraus" unter Beachtung eines Meisterwerks unserer Geschichte sowie des Mitwirkens örtlicher Künstlerinnen und Künstler und Gewerbes. Der Kanzler des Musenhofs unter Herzog Christian August, Baron Christian Knorr von Rosenroth, hat uns vor 330 Jahren glücklicherweise eine Wegweisung hinterlassen. Es wäre geradezu sträflich, diese Friedensliebe nicht zu publizieren, also in den Globus hinauszutragen und mit einer Welturaufführung in die Zukunft zu retten. Ich bin glücklich, dass dieses Großereignis aus der literarischen Historie unserer altehrwürdigen Residenzstadt stammt und somit in wirklich begeisternder Weise wach gehalten wird. Das historische Herzogtum Sulzbach, Keimzelle der Oberpfalz, stellt sich damit erneut in den Dienst unseres Regierungsbezirkes als Kerngebiet der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Umstrukturierung bedeutet neben der Schaffung von Möglichkeiten, in der angestammten Heimat arbeiten und leben, auch Freizeit und Kultur genießen zu können. Auch wollen wir überregional auf uns aufmerksam machen mit renommierten Mitwirkenden sowie der Strahlkraft des Dichters von "Morgenglantz der Ewigkeit". Ich hoffe, dass es gelingt, dadurch den Ruf von Sulzbach-Rosenberg als Kunst- und Kulturstadt auszubauen und zu festigen und bedanke mich bei allen Beteiligten auf das Herzlichste. Dazu zählt auch der Freistaat Bayern, der uns mit dem Aufführungsort die größte Schlossanlage der Wittelsbacher in Nordbayern zur Verfügung stellt. Letztlich wünsche ich nicht nur bestes Gelingen, sondern auch den nachhaltigen Erfolg, der die Fortsetzung der Festspiele 2009 verlangt.

Unserer Festspielstadt Sulzbach-Rosenberg allzeit Blühen und Gedeihen

Gerd Geismann
1. Bürgermeister

 

KnoblochGrußwort von Frau Präsidentin Knobloch
für das Programmheft der
"Knorr von Rosenroth Festspiele"
in Sulzbach-Rosenberg anlässlich der
Knorr-von-Rosenroth-Festspiele 2007

Liebe Besucher der Festspiele,

gerne habe ich die Schirmherrschaft über die fabelhaften Knorr von Rosenroth-Festspiele übernommen. Denn die Stadt Sulzbach-Rosenberg ist eng mit der jüdischen Geschichte verknüpft. Schließlich wurde unserem Volk dort die Niederlassung und freie Berufsausübung erlaubt - in der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg keine Selbstverständlichkeit.

Auch heute noch zeigt die Stadt Sulzbach-Rosenberg, dass sie sich dem jüdischen Kulturbeitrag zu Europa verpflichtet fühlt. Die diesjährigen Festspiele transportieren den universalen, liberalen Geist Christian Knorr von Rosenroth in die Gegenwart und sind damit hochaktuell: Erst vor wenigen Tagen hat Deutschland seine EU-Ratspräsidentschaft abgegeben und darf auf eine Intensivierung des europäischen Gedankens stolz sein. Eine Anstrengung, die von der Gesellschaft mitgetragen werden muss, denn nur wenn wir alle uns mit Europa identifizieren, wird aus diesem politisch-juristischem Abstraktum ein lebendiges Europa der Bürger.
Das wird nur gelingen, wenn die Menschen unseres Kontinents kulturelle Anknüpfungspunkte finden, mit denen sie sich identifizieren können.
Die Knorr von Rosenroth-Festspiele leisten dazu einen Beitrag. Sie vermitteln die aufgeklärte, humanistische Geistestradition Europas auf musikalische und dramaturgische Weise.
Darüber hinaus gelingt es ihnen, die Marginalisierung der jüdischen Tradition aufzubrechen und deutlich zu machen, dass die Kulturgeschichte Deutschlands - ja Europas - ohne den Beitrag des Judentums nicht zu denken ist. So wie Christian Knorr von Rosenroth Vermittler zwischen jüdischen und christlichen Gelehrten war, so können auch die diesjährigen Festspiele einen Beitrag zum gegenseitigen Verstehen leisten. Denn sie erinnern an eine Zeit, in der verschiedene Religionsgemeinschaften in Vielfalt und dennoch in Eintracht lebten. Sie lassen den Geist von Sulzbach als einem liberalen europäischen Kulturzentrum wiederaufleben.
Und schreiben damit die Friedensutopie Christian Knorr von Rosenroths fort.
Für die jüdische Gemeinschaft Deutschlands ist dies Voraussetzung ihrer Existenz und hoffnungsvoller Ausdruck eines harmonischen Miteinanders.

Ich wünsche dieser außergewöhnlichen Veranstaltungsreihe in der Herzogstadt viel Erfolg und allen Gästen viel Vergnügen.

Charlotte Knobloch
Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland